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Freitag, 21. September 2018

Humanist, EII, Dostojewski - Beschreibung nach Weisband

1. Träger eines ruhigen inneren Auges, einer unauffälligen Gefühlswelt. Sie ist derart fein und tief, dass verbale Liebesbeweise unnötig sind. Er sieht auch ohne Worte, wer wen und wie liebt, wer wen braucht und wer wen nicht. Die wertvollste Eigenschaft ist eine Fähigkeit, sich an die Emotionen eines anderen Menschen anzupassen. Mitfühlen, die emotionale Spannung abbauen, beruhigen.
2. Gewöhnlich ist es ein ruhiger freundlicher Mensch, der in der Gesellschaft mehr schweigt und beobachtet, unter engen Bekannten aber umgekehrt. Man kann ihn nicht als zu schüchtern bezeichnen, weil er hervorragend sieht, welche Einstellung andere zu ihm haben und weiß, wie man diese Einstellung verbessern kann. Ist bestrebt, andere Menschen von seinem Verständnis des Ethischen und Unethischen zu überzeugen. Seine Emotionen dagegen zwingt er nie auf, sondern begleitet, erlebt die Emotionen des anderen mit. Äußert eine Art emotionale Pausen. Ist sich sicher, dass andere ihn ruhig, ausgeglichen, friedlich brauchen. Möchte eine Art „Kompresse“ sein, die andere auf ihre Wunden legen.
3. Wenn man ihn bietet irgendwas zu machen, kann nicht ablehnen. Deswegen wird er nicht selten ausgenutzt. Man braucht einen Dualen, der seine Tätigkeit koordiniert und vom Überflüssigen schützten kann. In Beziehungen mit Menschen beschränken sich seine Interessen nur auf eine bestimmte Personengruppe, dagegen interessiert ihn in der objektiven Welt unselektiv absolut alles, dem Niveau seiner Intelligenz und Fähigkeiten entsprechend. Ist nicht fähig, die Qualität seiner Arbeit sowie die dabei verlorene Zeit einzuschätzen. Kann nicht einordnen, was unwesentlich und was wichtig ist. Weiß, was man machen kann, aber weiß nicht, was man machen muss. Kann nicht untätig sein, wenn alle arbeiten und macht weiter, wenn alle nicht arbeiten. Hat äußerst ungern, wenn man ihm bei einer nicht abgeschlossenen Arbeit eine andere überträgt.
4. Kritisch zur eigenen Schönheit, zum eigenen Willen, zur eigenen Energie. Verträgt schmerzhaft ihre Missbilligung. Komplimente zu diesem Thema empfindet er nicht als Zweideutigkeit nur wenn sie unter vier Augen in einem freundlichen Ton und ohne Hervorhebung gesagt werden. Er braucht eine stille und leise Anerkennung. Kann sich nicht erlauben, unordentlich gekleidet zu sein.
5. Angenehme Emotionen, die dieser Typ braucht, sichert ihm der Partner durch seine Intelligenz, Logik, Ansprüche, Fähigkeit zu beschützen. Man muss pünktlich zu Verabredungen kommen, sein Versprechen halten, freundlich und sorgsam sein. Mehr Liebesbeweise und Gespräche darüber braucht man nicht. Wenn selbst der klügste Partner seine Meinung in Form von Überlegungen statt kurzer kategorischen Formulierungen kund tut, fühlt sich neben ihm stets unzufrieden und unglücklich. Seine Hauptanforderung an den Partner ist die Treue. Eine Untreue verzeiht er nicht.

© Autor: Igor Weisband, 1986
© Übersetzung: Albert Schneider, 2011

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http://www.socioniko.net/de/1.1.types/ri.html
http://www.team-space.net/models/socionics/german/types/INFJ.htm

Verwalter, LSE, Holmes - Beschreibung nach Weisband

1. Schneller, klarer, nüchterner Verstand. Weiß es, vernünftig und logisch zu handeln. Eine sportliche Haltung, scharf geschnittene Gesichtszüge, wie bereits in Bronze gegossen, eine verdeckte Nervosität, sehr poetisch. Kraft und eine innere Fülle, Pflicht und unterschwellige Vibrationen der Nerven. Ein natürlicher Aufklärer, sammelt Informationen über alle Kanäle, um eine völlige Klarheit für die Handlungen zu erlangen (Richard Sorge, Sherlock Holmes).
2. Alles, was ich mache, mache ich gut. „Es gibt eine Gabe, mit der unverweigerlich die großen Spieler und die großen Clubs im Baseball gesegnet sind. Es ist der Druck. Es ist die Fähigkeit, schneller als notwendig zu laufen, sich lebhafter als notwendig zu bewegen, härter als notwendig zu sein“. (F.Brooks) Unternehmung- und entscheidungsfreudig, ist gerne im Brennpunkt des Interesses. Verteidigt seine Ideen tapfer und mit einer großen Leidenschaft. Hat keine Angst vor Vorgesetzten, ist sogar aggressiv. Weiß, dass eine Sache gut vorankommt, wenn man ihr das entsprechende Tempo gleich auf der Stelle verleiht. Duldet keine Verzögerungen. Ein leidenschaftlicher Kämpfer für Qualität und Gründlichkeit der Arbeit. Ein guter Offizier. Ist fähig, täglich 19,5 Stunden zu arbeiten (Thomas Edison).
3. „Die Leuchtkraft ist der große Gott starker Leute.“ Neigt dazu, die Umgebung aus dem Zustand der gutmutigen Ruhe zu bringen. Spricht nicht über Gutes, hält es für selbstverständlich. Versucht mit seinen mürrischen Emotionen die Emotionen der Mitmenschen umzustimmen. Glaubt, dass überflüssige Emotionen die Menschen ermüden und was seinen Dualen betrifft, so stimmt das. Im Gespräch über Druck auf den Gesprächspartner aus, versucht sogar einzuschüchtern, aber wenn man keine Angst vor ihm hat, wird er umgänglich und höflich. Wut ist sein Zufluchtsort in einer Extremsituation, mit der er selbst nicht zurechtkommt. Ihr Zweck ist es, den Partner zu mobilisieren, und wenn diese Aufgabe gelöst ist, beruhigt er sich.
4. Glaube an ein ehrliches Spiel. Hält das Befolgen von Regeln für ein Zeichen der Charakterstärke. Duldet keine List und Heimtücke, hasst Trickser und Betrüger. „Politische Manöver können zum schnellen Erreichen des Ergebnisses führen, aber einen wirklich langfristigen und zuverlässigen Effekt bringt nur die tägliche harte Arbeit.“ (Kim Philby) Liebt Ordnung: wenn er ein neues Stück Technik kauft, wird er erst unbedingt die Gebrauchsanweisung studieren und erst dann scheltet sie ein. Amundsen, der sein Leben lang reiste, mied schwere Situationen. „Der Sieg erwartet denjenigen, der alles in Ordnung hat,“ sagte er, „und das nennt man Glück.“ Verfechter einer ehrlichen Arbeit. „Wenn alles leicht erscheint, beweist das zweifelsohne, dass der Mitarbeiter sehr ungeübt ist, und dass die Arbeit sein Verständnis übersteigt.“ (Leonardo da Vinci)
5. „Zurückhaltende Kraft eines Militärangehörigen“. Hat eine straffe Körperhaltung auch dann, wenn er nie einen Militärdienst geleistet hat. Kleidet such elegant und gut, aber schmückt sich nicht. Trägt die Kleidung lange und sie sieht trotzdem wie neu aus, als ob die Zeit auf sie keinen Einfluss hätte. Trägt selbst keine unbequeme Schuhe, aber auch all die anderen müssen sich nur sehr schön kleiden. Ein Ästhet.

© Autor: Igor Weisband, 1986
© Übersetzung: Albert Schneider, 2011

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Meister, SLI, Gabin - Beschreibung nach Weisband

1. Ein Eisberg im Ozean. Eigensinnig, verschlossen, fast immer gleich kalt und rätselhaft. Die Bewegungen sind ruhig, präzise, außerordentlich sparsam. Es scheint von außen, dass das erreichte Ergebnis immer größer ist, als die investierten Anstrengungen. Unauffällige ruhige Beharrlichkeit beim unbedingten Abschließen von allen Anfängen, eine innere Verantwortung für die Sache und Bescheidenheit. „Engländer zeigen nicht demonstrativ ihre Einstellung zur Arbeit“, genauso wie sie nicht demonstrativ ihre Gefühle überhaupt äußert. Anfangs kann man den Eindruck gewinnen, dass sie alles unbeteiligt und nachlässig machen. Aber allmählich verstehst Du, dass ihre Langsamkeit den allgemeinen Lebensrhythmus widerspiegelt: eine Kombination aus Lockerheit und eingespielten Abläufen.
2. Talentierte Faulheit. Er ist kein Don Quijote (ILE), er wird nicht ziellos arbeiten. Ein angeborener Erfinder, eilt aber mit der Umsetzung seiner Ideen nicht, bis die Bedingungen für den maximalen Gewinn reifen. Ist stolz auf seine Fähigkeit, nichts zu betreiben, was keinen Nutzen bringt. Hat eine große Vorliebe für Komfort und Bequemlichkeiten. Bei gemeinsamen Unternehmungen mit jemandem wird alles nett und unaufdringlich so organisiert, wie es für ihn bequem ist. In seinem Lebensraum ist alles ideal für die Arbeit und Erholung eingerichtet. Ein Ästhet, der vollkommen seinem Geschmack vertraut. Kleidet sich sehr ordentlich, mit Geschmack, aber nicht auffällig. Eine empfindliche Haut, der Satz „Die Prinzessin auf der Erbse“ ist über ihn.
3. Eine zurückhaltende Emotionalität. Ausgerechnet die Neigung, Emotionen unter der Maske der Unzugänglichkeit und Kälte zu verbergen, gibt ihnen einen feinen Schliff und sogar Ausdruckskraft (Wladimir Wyssozki, Andrei Mironow, Adriano Celentano). Ist in jeder Situation ruhig, aber auf eine unterschiedliche Art und Weise. Bleibt kalt und distanziert, wenn er verliebt ist. Beeilt sich nicht, den Gefühlen seines etwas leichtsinnigen Dualen zu glauben. Ist sehr eifersüchtig und misstrauisch, hat panische Angst, dass seine Emotionen lächerlich gemacht werden. In gefährlichen Situationen hat er stur keine Angst, nähert sich ruhig der Gefahrenquelle. Es ist seine Haupmethode – sich frontal auf den Feind zu bewegen, diese Art der Konfrontation hält nur der Stärkere aus. Das ist die Haupthaltung vom Schauspieler Jean Gabin: Hartnäckigkeit, Unnachgiebigkeit, die innere Gerechtigkeit und Furchtlosigkeit. Je einsamer er ist desto unzugänglicher.
4. Ziele und Methoden. Wenn es neben ihm keinen Dualen gibt, kann man ihn als Faulenzer und Schwätzer wahrnehmen. Spricht viel, macht aber selbst nichts, wartet auf irgendwas. Er wartet tatsächlich, und zwar auf einen Hilferuf. Ziellos arbeiten wird er nicht, und selbst Ziele auszudenken kann er nicht. Nur ein sehr passionierter Enthusiast hat den Schlüssel, der den präzisen und fehlerfreien Mechanismus dieses TIMs startet. Als Belohnung dient ihm die Freude, die er mit seiner Arbeit macht. Die Aufrichtigkeit der Wünsche beurteilt er nach Intonation, die ihn automatisch mobilisiert. Er muss der Liebling sein, eine Gleichmacherei toleriert er nicht. Man kann ihn nur mit aufrichtigen Gefühlen beeindrucken, die über Blicke und Töne geäußert werden.

© Autor: Igor Weisband, 1986
© Übersetzung: Albert Schneider, 2011

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Ratgeber, IEE, Huxley - Beschreibung nach Weisband

1. Ein passionierter Enthusiast. Eine gehobene künstlerische Persönlichkeit, löst schnell private Schwierigkeiten. Verlässt sich stets auf seine Fähigkeit, umgehend zu improvisieren, statt sich auf die Arbeit frühzeitig vorzubereiten. Hat unheimlich gern Situationen von neuen interessanten Unternehmungen, in denen man eigene und fremde Fähigkeiten aufzeigen kann, wenn man noch die unwahrscheinlichste Entwicklung der Ereignisse vermuten kann.
2. Ein Don Juan. Sieht in Menschen eine Menge diverser Vorzüge und kann sich nicht davon zurückhalten, ihnen das in der emotionalsten Form mitzuteilen. Seine überschäumenden Emotionen werden häufig mit Gefühlen verwechselt, - dieser Tatsache verdankt er auch den Ruf eines Don Juans. Tatsächlich aber ist er in seinen Gefühlen ziemlich konservativ, bindet sich an einen engen Kreis von nahen Menschen, deren Meinung für ihn äußerst wichtig ist und vollständig seine Laune, sein Verhalten, sein Wissen dominiert. Und falls er tatsächlich ein Casanova ist, verbirgt er das nicht.
3. Eine Zimperliese. Seine Reden über die Liebe und die Sehnsucht sind leidenschaftlich, sein Lächeln ist verführerisch, aber weiter geht es bei weitem nicht immer. Sein Motto lautet: emotionale Macht über Alle und sexuelle Unabhängigkeit von Allen.
4. Ist nicht ehrgeizig, weil er über die Gesellschaft seiner Freunde in der Erwartung von irgendwas Interessantem zufrieden sein kann. Im Gegenteil zu Menschen, die lieber offen über die Situation dominieren, strebt er eine verdeckte Kontrolle darüber an. Dabei zielt seine Wirkung hauptsächlich darauf, die umgebenden Personen zum Äußern ihrer Fähigkeiten und Talente zu zwingen.
5. Ein Gelehrter. Ist empfindlich gegenüber der Einschätzung seiner Denkfähigkeiten. Strebt häufig einen Doktortitel an, erzielt akademische Grade und Titel. Das gibt ihm die Möglichkeit, in Ruhe zu arbeiten. Ist sehr empfindlich, wenn man ihm an Herzen liegende Ideen trifft, sowie die Fähigkeiten seiner Nächsten und seine bestreitet. Umgibt sich deswegen gerne mit seelenverwandten Menschen.
6. Ein launischer Mensch. Von seiner Laune hängt alles ab: seine Zukunftspläne, die Einstellung zu sich selbst, Vorstellungen über die Welt. Rosige Pläne können vom bedrückten Gemüt abgelöst werden, aber eine interessante Neuigkeit, ein Lob, eine unterwartet aufgetauchte interessante Möglichkeit ändern blitzartig die Laune. Langeweile macht ihn einfach krank.
7. Hilfsbereit. Ist bereit, Menschen bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen. Das größte Vergnügen ist einen Ausweg aus einer Situation zu finden, die Anderen als aussichtslos erscheint. Kann jedem Freundlichkeit und gute Gesinnung entgegenbringen. Kümmert sich um diejenige, die er ernst nimmt. Und macht dabei mehr, als man von ihm erwartet und als er selbst verspricht.

© Autor: Igor Weisband, 1986
© Übersetzung: Albert Schneider, 2011

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Bewahrer, ESI, Dreiser - Beschreibung nach Weisband

1. Gewinnt leicht das Vertrauen der Menschen. Ist freundlich, taktvoll, hat einen feinen ästhetischen Geschmack uns weiß ihn zu nutzen (Turgenew, Fitzgerald). Unfehlbar weiß er, wer wen liebt, wer wen nicht liebt, wer was will, wer wen beeinflusst und warum. Ein Moralprediger. Kennzeichnet sich häufig durch scharfe Beurteilungen (Machiavelli). Erinnert sich hervorragend an Gut und Böse und hält es für notwendig, es zu erwidern. Schätzt sehr eine Freundschaft und verzeiht keinen Verrat. In der vorehelichen Liebe äußert eine Unbeständigkeit, weil er eine Verlängerung der sich überlebten Beziehungen nicht für möglich hält. Hat keine Gefühle für diejenigen, die selbst nicht fähig sind, zu lieben. Regelt Beziehungen weniger mit Worten, sondern mit Untertönen und einem ausdrucksvollen Blick. Zeigt keine Emotionen, scheint daher kalt zu sein. Sieht den Gesprächspartner nicht an, als ob er diesen mit seinem Blick nicht verbrennen möchte. Eine komplizierte ethische Situation inspiriert ihn.
2. In einer neuen Gesellschaft ist das gewöhnlich ein ruhiger, bescheidener Mensch. Beobachtet und hört zu um zu verstehen, ob man die Anwesenden auf seine Seite mit seinen Visionen der menschlichen Beziehungen bringen kann. Wenn nicht, schweigt weiter oder verlässt sogar den Raum. Unter Gleichgesinnten ist er aktiv und gesprächig. Gleichgesinnte sind diejenige, die seine ethischen Normen angenommen haben. Emotionen ordnet den Emotionen Anderer zu. Unter Fröhlichen ist er fröhlich, unter Erbosten - erbost.
3. Der Feind soll neidisch sein. Wird nie seinen Zorn oder Hass zeigen, wird betont freundlich und selbstgefällig. Nur ein guter Freund wird ihn struppig und nicht ausreichend top sehen. Ist immer zugeknöpft, innerlich konzentriert. Äußerst intolerant gegenüber Ungepflegtheit und Unordnung.
4. Sexuelle Freizügigkeiten sind nicht für ihn. Hält die Treue zu seinem Partner nicht für diesen, sondern für das eigene Selbstwertgefühl. Für eine Frau dieses Typs ist der Gedanke unerträglich, dass es irgendwo einen Mann gibt, der sie "besessen" hat. Es ist ihm unangenehm, wenn jemand seinen Fähigkeiten oder Möglichkeiten nachspioniert oder mit eigenen Fähigkeiten gegenüber Anderen prahlt.
5. Lebt den Tag und wartet nicht gern. Zieht Aufgaben vor, die man schnell erledigen und das Ergebnis bewundern kann. Es scheint ihm, als ob er sich ständig verspätet, Andere dagegen halten ihn für pünktlich. Eine Notwendigkeit, irgendwas zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erledigen, nervt ihn. Daher wird sein Dual erst am letzten Tag sagen, dass er vor einer Woche Theatertickets gekauft hat.
6. Äußert seine Gefühle in Taten statt Worten, neigt aber nicht dazu, sich diese "Taten" selbst auszudenken und folgt in den Alltagsaufgaben mit Vergnügen dem Willen des Partners. Schmeißt jederzeit eine Aufgabe hin und beginnt eine andere, wenn der Partner das möchte. Kann sich aufopfern, wenn das der Gesellschaft dient. Z.B. kann er die ganze Bürde des Haushalts auf sich nehmen, wenn der Partner einer sozial und gesellschaftlich bedeutenden Aufgabe nachgeht.


© Autor: Igor Weisband, 1986
© Übersetzung: Albert Schneider, 2011

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Unternehmer, LIE, Jack London - Beschreibung nach Weisband

1. Die Zeit wartet nicht. Ist unermüdlich tätig, mit Vergnügen beschäftigt er sich mit einer Wissenschaft oder jeder anderen objektiven Aufgabe. Er arbeitet sehr schnell, die Arbeit geht ihm leicht von der Hand. Selbst seine Gangart ist eigenartig, leicht hüpfend, und wenn möglich, rennt er lieber. Z.B. Jack London wechselte in seinem Leben viele Jobs: er war ein Laufbursche, Arbeiter, Goldgräber, Matrose, Schriftsteller. Das war eine Selbstaufopferung für die Kunst und für den Erfolg.
2. Ein Romantiker. Ist häufig ein Bergsteiger, Wanderer. Wird von der weiten Ferne angelockt, als erster stürzt er sich in fragliche Geschäfte. Nicht selten denkt er sich romantische Abenteuer aus und glaubt anschließend selbst an diese. Diese Fantasien haben i.d.R. eine reale Vorlage im wirklichen Leben. Zeigt unheimlich gern eine Angstlosigkeit. Sein legeres Aussehen wirkt auch wie eine tapfere Aufforderung an alle.
3. Ein zerstreuter Professor. Wegen seiner entwickelten abstrakten Denkweise ist er unachtsam gegenüber seinem Aussehen. Läuft ewig struppig rum, vertraut vollständig dem Geschmack des Partners, erlaubt ihm das Rumkommandieren bei Haushaltsarbeiten. Erträgt nicht, wenn man ihn anstarrt. Weil er wegen seiner Unachtsamkeit gegenüber der Umgebung sich nicht damit auskennt, wie ihn Andere sehen, ist immer unsicher über sein Aussehen und nimmt sich zu Herzen seine angebliche Unschönheit. Braucht einen Partner mit einem guten und Geschmack für Ästhetik, dem man vertrauen kann; er muss das Gefühl haben, - ich gefalle ihm, obwohl dieser einen entwickelten, sogar anspruchsvollen Geschmack hat.
4. Ein Optimist. Reagiert schnell auf alles, was Emotionen weckt, vor allem positive. Er ist programmiert auf die Verbesserung der Laune seines immer wie scheinbar leicht erschrockenen oder verärgerten Dualen. Strahlt permanent Freundlichkeit, positive Emotionen, lächelt. Versucht seinen Partner zum Lachen zu bringen, rüttelt an ihm allerlei rum, bis er bei diesem eine Reaktion hervorruft, eine positive oder negative. Sonst bekommt er keine Information über dessen Zustand. Liebt Gelesenes und Gehörtes zu erzählen und zu besprechen. Es fällt ihm leicht, sich an einen Unbekannten zu wenden.
5. Lebensfreudig. Sucht nach konstanten, unveränderlichen menschlichen Beziehungen. Kennst sich nicht besonders auch mit Gefühlen und Lüsten eines anderer Menschen aus. Ist deswegen mehr vorsichtig, hat Angst lächerlich zu sein. Schätzt sehr hoch das menschliche Leben. Eins der Hautpthemen von Jack London - Kampf mit den gnadenlosen Natur. Selbst ein nicht geborener Mensch ist wertvoll, deswegen gibt es unter alleinerziehenden Müttern viele Vertreterinnen dieses Typs.


© Autor: Igor Weisband, 1986
© Übersetzung: Albert Schneider, 2011

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Donnerstag, 20. September 2018

Kritiker, ILI, Balzac - Beschreibung nach Weisband

1. „Die Fantasie führt mich.“ Verfügt über eine starke intellektuelle Einbildungskraft. Honoré de Balzac hat Porträts von 2000 Personen geschaffen, die lebendiger als echte Personen vorkommen. „Man kann ihn wohl nur mit der Stadtverwaltung vergleichen“, schrieb über ihn André Maurois. Der Detailgrad und die phantasmagorische Welt von Gabriel García Márquez versetzen in Erstaunen. Dank dieser Eigenschaft sieht gut die Zukunft. Aus einzelnen Handlungen eines Menschen erstellt eine Art funktionierendes Modell. Überhaupt weiß alles im Voraus. Wenn er vor einem drohenden Ärger (Glück interessiert ihn weniger) nicht frühzeitig warnen würde, würde er sich scheinbar überflüssig fühlen.

2. „Gelassenheit eines Geistlichen“. Zeigt fast nie Emotionen, schützt vor ihnen seine Nächsten. Ist aufrichtig überzeugt, dass zu starke Leidenschaften dem Menschen das Verderben bringen. H. Balzac zeigte immer wieder, wie das Gefühl wächst wie ein ungeheuerliches Krebsgeschwür, welches die Seelen zunehmend erodiert und letztendlich alles unterdrückt. Was seinen hyperaktiven und sich begeisternden Dualen betrifft, so ist das absolut wahr.

3. Ein tiefgreifender Analytiker. Ist sich sicher, dass ein Leben unmöglich ist, ohne dass man sich der in der Welt herrschenden Sachlagen bewusst ist. Derjenige, der die realistische faktische Lage leugnet, bewegt sich auf eine Katastrophe zu. Zieht den Zynismus der Heuchelei vor. Arbeitet sich in jede Situation, die man ihm erzählt, tiefgreifend ein und beginnt sehr bald dem verblüfften Gesprächspartner Details, Ursprünge und Aspekte zu erzählen, die diesem entgangen sind. Dabei ist seine Analyse frei von jedem Selbstbetrug. „All das ist nicht besser als die Küche, - stinkt genauso und wenn Du irgendwas kochen möchtest, musst Du Deine Hände schmutzig machen. Einzig, Du musst die Hände später gut sauber machen, - das ist die ganze Moral unseres Zeitalters“ sagte Vautrin (*) über das Leben. Diese Misanthropie kann fast jeden entmutigen.

4. „Er hat vor allem ein gutes Herz.“ Bei all seinem Schwarzsehen, ist er von seiner Natur aus ein sehr sanfter Mensch. Die angeführten Worte über Balzac gehören George Sand, die sich in menschlicher Güte auskannte. Er liebt starke Menschen, die ihren Weg gut kennen, Zugeständnisse abverlangen, Menschen, die ihn von der Notwendigkeit befreien, selbst Ziele zu setzen, sondern nutzen die von ihm ausgedachte Handlungsmethoden, in welchen er ein großer Meister ist. Weiß es sowohl eine kalte Dusche einem Enthusiasten zu verabreichen als auch die Verzweiflung abzubauen, wenn Andere kein Glück haben, wenn ihnen alles misslingt, wenn das Schicksal feindlich gesinnt vorkommt.

5. So beschreibt den Ritter ihrer Träume die Studentin Laima (**): „Er muss schön und klug sein. Seine Augen sind groß und traurig. Er ist schweigsam, geht mit Komplimenten sparsam um. Und schafft deswegen den Eindruck der Unerreichbarkeit. Ihn quälen Dutzende Probleme, die es sich, glaube ich, nicht lohnt zu beachten. Mich ziehen seine Traurigkeit und Ernsthaftigkeit an, ich versuche ihn aufzumuntern, seine Laune zu verbessern, ihn zu erfreuen. Wenn auf einer Party so ein Junge da ist, langweile ich mich nicht.“ Das ist eine bildhafte Beschreibung eines Menschen, der in seinen Gefühlen sehr konstant ist, neigt nicht zum Abenteuer und wünscht sich eine volle Abhängigkeit von den Forderungen des geliebten Menschen.


Kommentare des Übersetzers:

(*) Vautrin ist eine Gestalt aus den Werken von Honoré de Balzac
(**) Die litauische Studentin Laima ist eine SEE


© Autor: Igor Weisband, 1986
© Übersetzung: Albert Schneider, 2011

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Politiker, SEE, Cäsar, Napoleon - Beschreibung nach Weisband

1. Ist stolz auf seinen Einfluss auf Menschen, ihre Liebe und Respekt, seine Beliebtheit. Führt gerne andere, ist wagemutig und kategorisch in Erotik aber vorsichtig in Beziehungen zur objektiven Welt, misstrauisch gegenüber neuen wissenschaftlichen Ideen und überhaupt zu allem Objektiven. Sein Gewissen ist nur dann rein, wenn er Menschen manipuliert, nicht die objektive Umwelt.
2. Rastlose Aktivität, Gier nach praktischer Tätigkeit. Versucht nicht, seine Gefühle zu verbergen, eher umgekehrt, ist stolz auf diese. Wenn es seiner Stimmung entspricht, äußert vergleichsweise leicht seine Begeisterung. Sowohl mit Worten als auch mit Blicken. Er ist immer für eine vollwertige Liebe, sowohl für eine physische als auch eine psychische, allerdings nur wenn er sie braucht. Selbst wenn das Gefühl vor kurzer Dauer ist, weiß er sehr gut, was er vom Objekt seiner Liebe verlangt und neigt nicht, sich anzupassen, sondern nur zum Diktieren. Hochmutig. Optimistisch. Hat keine Angst vor komplizierten Situationen, sondern versucht diese umgehend beim Entstehen zu lösen.
3. Schenkt viel Aufmerksamkeit der Ästhetik und Ordnung seiner Umgebung. Hat meistens einen guten Geschmack, weiß sich gut zu kleiden und verlangt das gleiche von seiner Umgebung. Ist aufmerksam gegenüber den körperlichen Eigenschaften des Partners. Bei all seiner umfangreichen Tätigkeit ist er sehr initiativreich. Dafür fehlt ihm das Maß für die Menge des Geleisteten. Ist sich stets unsicher, dass er alles Mögliche getan hat.
4. Sein Leben wird vergiftet durch Forderungen der Nächsten, seine Tätigkeit durchzudenken und sich klug zu verhalten. Er erträgt das nicht, eine solche Forderung bringt ihn in Rage, und dann hört er erst recht auf, der Logik Rechnung zu tragen. Verhält sich klug und logisch solange man es von ihm nicht verlangt, solange man ihm Respekt zollt und auf ihn Rücksicht nimmt. Man darf seiner Logik nicht widersprechen. Beeinflussen kann man ihn nur durch eine Gegenüberstellung seiner Ziele anderen, edleren und schwieriger erreichbaren.
5. Seine Unternehmungslust und Tatendrang sind derart hoch, dass keine Kritik seine Laune verdirbt. Sogar das ständige Murren seines Ergänzenden (Dualen) nicht, der fast jede sich anbahnende Aktivität kritisiert. Eher im Gegenteil, die Kritik beruhigt und zeigt, dass er ausreichend viel macht, dass seine Tätigkeit gesehen wird.
6. Dank seiner Unternehmungslust und hohen Ansprüchen wird er in den Objekten seiner Gefühle ziemlich oft enttäuscht. Diese entpuppen sich als "anders", die Bestrebungen seiner Seele nicht ausreichend verstehend. Der Punkt ist, dass er eine Person braucht, an die er sich anpassen kann ohne sich anpassen zu müssen. Wenn so eine neben ihm fehlt, treibt er Unfug, um diese anzulocken.


© Autor: Igor Weisband, 1986
© Übersetzung: Albert Schneider, 2011

Diese Beschreibung ist nicht nach Funktionen gegliedert. Andere Übersetzungesvarianten sind evtl. auf folgenden Seiten verfügbar:
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