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Donnerstag, 20. September 2018

Enthusiast, ESE, Hugo - Typenbeschreibung nach Gulenko

1. Die Emotionsethik als Basisfunktion

Seine starke Seite ist die emotionale Einwirkung auf  Menschen. Durch die Äußerung der stürmischen, heftigen Emotionen kann er vieles erreichen. Den Mitmenschen fällt es nicht leicht, seinen emotionalen Andrang zu ertragen. Erkennt gut, welcher Laune sein Gesprächspartner ist. Versteht es, die eigene Stimmung und die der Anderen zu heben. Ein Optimist, strebt danach, seinen Angehörigen den Glauben an Erfolg beizubringen. Er ist sehr gesellig, kommt leicht in Kontakt. Erzählt gerne über seine Beziehungen, Bekannten und Verwandten. Zwar strebt er nach einem hohen sozialen Status, kann aber darauf zugunsten seiner Familie verzichten. Ein guter Organisator der Erholung und der feierlichen Veranstaltungen in seinem Umkreis. Passt darauf auf, dass es für alle interessant ist, zieht die Eingeladenen zum allgemeinen Gespräch heran. Mag keine Skeptiker und Sonderlinge.

2. Die Empfindungssensorik als Kreativitätsfunktion

Sehr sorgsam in Bezug auf seine Verwandten und Freunde. Aufmerksam und hilfsbereit, betreut kranke und unpraktische Menschen. Versteht, wer welcher Hilfe bedarf. Hilft nicht nur wegen des guten Verhältnisses. Empfängt gerne Gäste. Mag die festlichen Mahlzeiten. Er weiß, wen er einzuladen hat, wie er sich benehmen soll und was aufzutragen ist, um den nötigen Eindruck zu hinterlassen. Praktisch im Alltagsleben. Er kann mit den greifbaren Mitteln Komfort schaffen. Richtet sich schnell auf einem neuen Platz ein. Trennt sich von unnötigen Sachen, die er verkauft oder einfach verschenkt. Besitzt einen anspruchsvollen ästhetischen Geschmack. Analysiert die Harmonie des Aussehens der Umgebung. Bekleidet sich selbst sorgfältig, kombiniert gut verschiedene Kleidungsstücke.

3. Die Handlungslogik als Rollenfunktion

Zwingt sich, unternehmungslustig und aktiv in der geschäftlichen Sphäre zu sein. Bewegt sich viel, unternimmt verschiedene Geschäfte. Fühlt sich sehr beleidigt, wenn man ihn für einen unsachlichen, leichtsinnigen Menschen hält. Ziemlich hastig und zerstreut. Nicht selten überlädt er sich mit Geschäften, weshalb er sich stark überanstrengt. Die Sache setzt er frontal, mit mehreren Schritten durch. Erreicht alles im Leben selbst, ohne sich auf die Hilfe der Anderen zu verlassen. Macht den Eindruck eines gewandten, behänden Menschen. Doch zählt er sich selber gewöhnlich zu den unpraktischen Menschen, da ein sichtbares Ergebnis ihn viel Mühe kostet. Erfüllt seine Arbeit schnell, aber mag, dass ihm dabei etwas geholfen wird. Er braucht einen Gehilfen für kleine Aufträge. Strebt danach, mehrere verbundene Aufgaben gleichzeitig, auf einen Streich zu erledigen.

4. Die Zeitintuition als Verletzbarkeitsfunktion

Der Enthusiast berechnet schlecht die Zeit. Macht sich an die notwendige Arbeit häufig in der letzten Minute, womit er sich zur verderblichen Hast verurteilt. Schätzt jene Menschen, die ihn vorher darüber benachrichtigen, wie viel Zeit er zur Verfügung hat. Schwankt lange, bevor er eine kardinale, schicksalhafte Entscheidung trifft. Erinnert sich an seine vorigen Fehler, doch handelt nicht nach der praktischen Erfahrung, sondern nach subjektiven Vorlieben. Unterdrückt in sich die Vorahnungen von Unglück und Not. Stellt sich auf einen positiven Ausgang ein. Deswegen scheitern viele seine Hoffnungen und Erwartungen. Er ist ungeduldig, mag nicht warten. Achtet den nicht, der sich verspätet, viel philosophiert, die kostbare Zeit vergeudend.

5. Die Strukturlogik als Suggestiv-Funktion

Der Enthusiast fühlt sich ruhig und sicher, wenn es ringsherum Ordnung, System und keine unklaren Fragen gibt. Die komplizierte Information erfasst er nur dann, wenn sie in  deutlich strukturierter Form dargebracht wird. Ihm ist das Pflichtgefühl eigen. Verhält sich verantwortlich zu Aufträgen, kann sich nicht entspannen, wenn etwas nicht wie es sich gehört gemacht wird. Seine Beziehungen baut er auf Vertrauen. Mag nicht beweisen, ausführlich erklären, vielmals wiederholen. Erwartet von Mitmenschen, dass sie seine Probleme und Sorgen verstehen. Ihn beruhigt die objektive, unparteiische Analyse der verwirrten Situation. Was konkret zu tun ist, das entscheidet er selber. Sucht das System der rationalen Organisation der Lebensformen und Gesundung. Da er seinen Körper gut spürt, strebt er danach, eine Methode zu finden, wie die Krankheit zu vermeiden oder die Mängel der Figur zu verbergen sind.

6. Die Möglichkeitsintuition als Aktivierungsfunktion

Unterstützt gerne die neuen, aussichtsreichen Vorhaben. Er braucht die Alternativen, die seinen Enthusiasmus wecken, ihn zur aktiven Tätigkeit anregen. Freut sich sehr, wenn seine Fähigkeiten und Energie gebraucht werden. Der Zustand der Unfähigkeit etwas zu machen wirkt auf ihn sehr deprimierend. Er bedarf dessen, dass man seine Bemühungen bemerkt und fördert. Unterstützt emotional die Menschen, die ihren eigenen Weg gehen, der mit den gewohnten Bahnen nicht übereinstimmt. Er selbst kann für eine Idee entflammen und sie selbständig durchsetzen. Wünscht sehr, für jemanden nötig zu sein. Schlägt viele Ideen für die Organisation der Feiertage, Feste, Aktionen, Präsentationen, Werbekampagnen usw. vor. Vermeidet Schablonen und gewohnte Vulgarität.

7. Die Beziehungsethik als Kontrollfunktion

Bewertet kritisch die Beziehungen zwischen den Menschen. Verurteilt öffentlich Grobheit und Flegelei. Fordert, dass man sich zu ihm aufmerksam und korrekt verhält. Mag die Menschen in der Ethik — Höflichkeit, guten Manieren — unterrichten. Hält sich mit den Menschen immer auf geringe Distanz. Mag Hochmut, Aufgeblasenheit und Geziertheit nicht, obwohl er selbst danach strebt, ein Image der aristokratischen Manierlichkeit zu schaffen. Ärgert sich, wenn man sich mit ihm in einen Wortwechsel einlässt. Dann versucht er, zu beschämen, Schuldgefühle hervorzurufen. Wenn seine Ermahnungen ohne Wirkung bleiben, kann er auch randalieren. Erträgt nicht, wenn man mit ihm von oben herab spricht. Zeichnet sich durch ein krankhaftes Gerechtigkeitsgefühl aus. Sorgt dafür, dass niemand beleidigt oder vernachlässigt wird. Für seine Angehörigen kann er sich auf beliebige Abenteuer einlassen.

8. Die Willensensorik als Standardfunktion

In den Geschäftsbeziehungen ist er beharrlich und ziemlich anspruchsvoll. Wenn die Menschen nicht in seinem Sinne handeln, erinnert er sie ständig daran und lässt sie nicht in Ruhe, bis er seinen Willen durchdrückt. Ein sehr selbständiger und unabhängiger Mensch. Weiß sein Interesse zu wahren. Lässt sich keinen Vorteil entgehen. Unternehmerisch. Stößt ständig die Menschen zur geschäftlichen Aktivität an. Versucht, ihre Taten zu leiten. Langsamkeit, Stockungen im Geschäft irritieren ihn. Kauft nichts unbedacht. Er sucht zweckgebunden nach einer Ware oder einem Verkäufer. Macht Einkäufe schnell, aber passt immer darauf auf, dass die Sache ihrem Preis entspricht.

© Autor:  Viktor Gulenko
© Übersetzung: Nadiya Medvedovska

Enthusiast, ESE, Hugo - Typenbeschreibung nach Weisband

1. Leidenschaftlich. Die Emotionen sind stark, markant, nicht selten herrisch. Kann sich für eine Idee begeistern und dieser sein Leben lang treu bleiben. Schliemann hat sich bereits in seiner Kindheit entschieden, Troja auszugraben, wofür er trotz seiner Armut eine Ausbildung bekommen und später auch noch reich werden musste. Ein Freund der Künste als Quelle bewusster Freude. Schafft sich eine gute Laune selbst und weiß es, sie anderen zu übermitteln. Emotional fein, gutmütig, mitfühlend.
2. Unermüdlich. Ständig aktiv. Stets unter Leuten, stets unterwegs. Schaltet leicht um. Arbeitet sehr eifrig. Greift zu jeder Arbeit und bringt sie beharrlich zum Abschluss. Die Arbeit unterteilt er nicht in Interessante und Uninteressante, - es ist kein Gegenstand von Überlegungen oder Analyse, sie muss gemacht werden und das ist alles. Erscheint für andere selbstsicher bis selbstgefällig, ihm gelingt alles, was er anpackt. Es scheint, als ob er schnell handelt und gute Ergebnisse erzielt. Selbst ist er häufig anderer Meinung und schätzt sehr öffentliches Lob für seine Arbeit.
3. Sehr gastfreundlich. Ein angenehmer Gesprächspartner, äußerst aufmerksamer Zuhörer. Kann zu jedem Kontakt finden. Indem er anderen Freude schenkt, freut er sich selbst. Liebt Feste mit Essen und Trinken, Jubel, Lustigkeit, Freude. Der Gast ist sein Liebling. Weis zu verstehen, sich zu begeistern, zu gutheißen, mitzufühlen. Glaubt Menschen. Ist nicht neidisch, freut sich auf Erfolge anderer. Bemerkt fein Defizite anderer Menschen und amüsiert sich darüber, beleidigt jedoch nicht.
4. Konservativ. Sucht nicht nach neuen Lösungen, zieht alte und erprobte Wege vor. Komplizierte Fragen kann er nur lösen, wenn es sich in die Einsamkeit zurückzieht. Den Menschen schenkt er zu viel Aufmerksamkeit, sie lenken ihn ab. Bei einer Beschäftigung unter Leuten macht es viele hastige und überflüssige Bewegungen, als ob er verbergen möchte, womit er sich tatsächlich beschäftigt. Auf diese Art bezieht er seinen Dual ein, der keinerlei Kommandieren mag. Hat gern, wenn man ihm aufs Wort glaubt, ohne dass er Beweise liefern müsste. Ist nicht aggressiv, verteidigt sich aber sehr aktiv. Lässt sich auch von seinen Vorgesetzten nicht beleidigen.
5. Liebt Ordnung. Zieht sich gerne gut an, pflegt sein Äußeres. Erträgt keine Unordnung und Ungewissheit in allem, beginnend vom äußeren Erscheinungsbild und bis zur hinteren Ecke seines Hauses. An andere Geschmäcke möchte er sich nicht anpassen. Komplimente zu seinem Aussehen sind vergebens, - er glaubt selbst zu wissen, wie er aussieht. Nimmt nicht nur geistige, sondern auch physische Eigenschaften seines Partners wahr.
6. Kontakte zu Anderen. Seine Meinung wird von der Umgebung respektiert, aber man versucht, einem engen Kontakt auszuweichen. Hat wenige enge Freunde. Es ist nicht immer leicht, seinem emotionalen Druck standzuhalten. Erreicht für sich alles durch eigene Anstrengungen, verlässt sich nicht auf Unterstützung anderer. Die Familie ist für ihn das Wichtigste im Leben. Wenn man zwischen Liebe und einer Doktorarbeit wählen müsste, würde er das erste wählen, es ist seine Vorbestimmung. Die Wissenschaft dagegen ist ein nebensächliches Vergnügen.

© Autor: Igor Weisband, 1986
© Übersetzung: Albert Schneider, 2011

Diese Beschreibung ist nicht nach Funktionen gegliedert. Andere Übersetzungesvarianten sind evtl. auf folgenden Seiten verfügbar:
http://www.socioniko.net/de/1.1.types/es.html
http://www.team-space.net/models/socionics/german/types/ESFJ.htm