Freitag, 21. September 2018

Glossar der Sozionik


Version 1.08 vom 21.09.2018

Folgende Begriffe werden in der deutschsprachigen Literatur zur Sozionik benutzt.

Aktivierungsfunktion
Funktion 6 im Modell A. Wird auch als Referenzfunktion bezeichnet.

Aristokratie
Die Wahrnehmung eines Objektes (der Person) ist abhängig vom Kontext der Umgebung, die ihn geformt hat, der sozialen Hierarchie, der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Kreis.

Basisfunktion
Erste Funktion im Modell A.

Bedachtsamkeit
Zu den Werten gehören Komfort, Bequemlichkeit, Möglichkeit zu besprechen, friedlich zu lösen.

Beziehungsethik
Informationsart, beschreibt die unsichtbare Statik der Beziehungen

Deklatimität
Die Kommunikation wird als Monolog geführt. Die Information wird in größeren Abschnitten vorgetragen, Rückfragen werden später erwartet. Fragen sind rhetorisch und dienen dem Ziel, den Gesprächspartner zur gewünschten Schlussfolgerung zu bewegen.

Demokratie
Die Wahrnehmung eines Objektes (der Person) ist unabhängig im Kontext der Umgebung, der sozialen Hierarchie, der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Kreis.

Dynamik
Stütze auf dynamische, sich ändernde Eigenschaften eines Objekts, einer Situation, eines Prozesses.

Ego, das
Siehe Ich.

Emotionsethik
Informationsart, beschreibt die unsichtbare Dynamik der Objekte

Emotivismus
Legen mehr Wert auf den Kontaktaufbau zu Beginn einer Unterhaltung.

Empfindungssensorik
Informationsart, beschreibt die sichtbare Dynamik der Beziehungen

Entschlossenheit
Zu den Werten zählen Willensstärke, schnelles und entschiedenes Handeln.

Ergebnis
Legen mehr Wert auf das Ergebnis.

Ernsthaftigkeit
„Erst mach Dein Sach, dann lach.“ Stützen sich in ihren Überlegungen auf objektive Gesetzmäßigkeiten, allgemein anerkannte Konzepte. Wird auch als Objektivismus bezeichnet.

Es, das
Horizontaler Block aus psychischen Funktionen 7+8 im Modell A, der "Ich kann"-Block, Block des physischen Überlebens. Enthält starke Funktionen des Unterbewusstseins. 

Ethik
Art der Informationsbewertung. Gut oder schlecht, gefällt oder nicht, etc.

Extraversion
Eine Einstellung der Psyche, bei der die Aufmerksamkeit nach Außen gerichtet ist, auf Objekte der äußeren Welt, mehr objektiv. Wichtiger Hinweis: dieser Begriff hat bei C.G.Jung und in der Sozionik eine andere Bedeutung, als bei einigen Autoren sowie in der modernen Psychologie.

Funktion
Eine psychische Funktion ist ein Kanal, durch den ein Lebewesen Informationen einer bestimmten Art aufnimmt und verarbeitet. Z.B. zur Beziehungsethik. Das Modell A kennt 8 Funktionen.

Handlungslogik
Informationsart, beschreibt die sichtbare Dynamik der Objekte

Hartnäckigkeit
Die Aufmerksamkeit ist mehr auf Ressourcen gerichtet.

Ich, das
Horizontaler Block aus psychischen Funktionen 1+2 im Modell A, der "Ich weiß"-Block. Enthält starke Funktionen des Bewusstseins.

Id, das 
Siehe Es.

Intertypische Beziehungen
Der Informationsaustausch zwischen den 16 Typen unterliegt bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Man unterscheidet zwischen 14 symmetrischen Beziehungsarten: Gleichheit, Dualität, Spiegel, Aktivierung, Verwandtschaft, Halbdualität, Geschäftliche, Traum (Illusion), Löschung, Superego, Quasigleichheit, Konflikt und 2 asymmetrischen: Sozialauftrag, Kontrolle (Revision).

Introversion
Eine Einstellung der Psyche, bei der die Aufmerksamkeit mehr nach Innen und auf Beziehungen zwischen Objekten gerichtet ist, mehr subjektiv. Siehe auch Hinweis zur Extraversion.

Intuition
Art der Informationsaufnahme. Sie erfolgt als Gesamtild.

Intuition der Möglichkeiten
Informationsart, beschreibt die unsichtbare Statik der Objekte

Intuition der Zeit
Informationsart, beschreibt die unsichtbare Dynamik der Beziehungen

Irrationalität
Eine Art, Methoden und Ziele zu kombinieren. Mit verfügbaren Methoden werden möglichst viele passende Ziele erreicht.

Jungsche Basis
Vier Dichotomien: Logik-Ethik, Intuition-Sensorik, Rationalität-Irrationalität, Introversion-Extraversion, die C.G.Jung ausführlich beschrieben hat, bilden die sogenannte Jungsche Basis.

Konstruktivismus
Legen zu Beginn einer Unterhaltung mehr Wert auf das geschäftliche Anliegen.

Kontrollfunktion
Funktion 7 im Modell A.

Kreativfunktion
Funktion 2 im Modell A.

Logik
Art der Informationsbewertung. Richtig oder falsch, effizient oder ineffizient, etc.

Lustigkeit
Stützen sich in ihren Überlegungen auf subjektive Einschätzungen im Rahmen eines eigenen Konzepts, vereinbaren leicht das Lachen mit Arbeit. Wird auch als Subjektivismus bezeichnet.

Modell A
Modell, dass die Struktur der Psyche beschreibt. Wurde von lutauischer Forscherin Aušra Augustinavičiūtė entwickelt.

Nachgiebigkeit
Die Aufmerksamkeit ist mehr auf Bedürfnisse gerichtet.

Negativismus
Sieht in einer Situation (einem Objekt, einer Person) mehr Gefahren, mögliche Verluste und das, was Menschen entzweit.

Positivismus
Sieht in einer Situation (einem Objekt, einer Person) mehr positive Seiten, mehr das, was Menschen vereint.

Prozess
Legen mehr Wert auf den Prozess.

Questimität
Die Kommunikation wird als Dialog geführt, als Fragen und Antworten. Die Information wird in kleineren Abschnitten vorgetragen, Rückfragen werden laufend erwartet. Kurze Antworten auf gestellte Fragen.

Rationalität
Eine Art, Methoden und Ziele zu kombinieren. Wenige Ziele werden mit vielfältigen Methoden erreicht. Die Methoden werden häufig als sequentielle Schritte geplant, die zum Erreichen des Ziels führen.

Reyninsche Merkmale
Psychische Merkmale, die dichotomisch unsere Psyche beschreiben. Insgesamt bilden sie 15 Dichotomien, die Jungsche Basis ist auch ein Teil der R.M.

Rollenfunktion
Funktion 3 im Modell A.

Selbstaktivierung
Wenn Vertreter der Typen von ihrer Aktivierungsfunktion sprechen, hat das eine aufmunternde Wirkung auf die eigene Psyche. Hier liegt auch der Schlüssel zur Eigeninitiative.

Sensorik
Art der Informationsaufnahme. Sie erfolgt über Einzeldetails.

Sozion, das
Die 16 Typen gemeinsam bilden das Sozion. Vom Lat. socium - Gesellschaft

Sorglosigkeit
Bereitschaft, nicht vorhergesehene Aufgaben zu lösen. Jedes Mal wird ein neuer Algorithmus für die Aufgabe erstellt. „Kommt Zeit - kommt Rat.“

Standardfunktion
Funktion 8 im Modell A. Wird auch als Hintergrundfunktion bezeichnet.

Statik
Stütze auf konstante, unveränderliche Eigenschaften eines Objekts, einer Situation.

Strategie
Besser wird das Ziel (der gewünschte Zustand) wahrgenommen, als die unmittelbar anstehenden Schritte in der Zielrichtung.

Strukturlogik
Informationsart, beschreibt die sichtbare Statik der Beziehungen

Suggestivfunktion
Funktion 5 im Modell A.

Super-Ego, das
Siehe Über-Ich.

Super-Id, das
Siehe Über-Es.

Taktik
Besser werden die unmittelbar anstehenden Schritte (Reihenfolge, der Weg) in der Zielrichtung wahrgenommen, als das Ziel selbst.

TIM, der
Typ des Informationsmetabolismus. Jeder sozionische Typ hat seine eigene Art, wie er Informationen mit der Umwelt austauscht, abhängig von der Lage der Funktionen in seinem Modell A. Diesen Typ bezeichnet man auch als TIM.

Über-Ich, das
Horizontaler Block aus psychischen Funktionen 3+4 im Modell A, der "Ich muss"-Block, Pflichtblock, Block der sozialen Anpassung, wird auch als Gewissen bezeichnet. Das Erfüllen der Mindesterwartungen Anderer dient dazu, andere Menschen bei der Umsetzung ihrer Ziele nicht zu stören und sich selbst als sozialen Menschen zu verkaufen. Enthält schwache Funktionen des Bewusstseins.

Über-Es, das
Horizontaler Block aus psychischen Funktionen 5+6 im Modell A, der "Ich will"-Block. Wird auch als Kinderblock, die Seele, oder Anti-Gewissen bezeichnet. In diesem Block entstehen Wünsche und Anforderungen des Individuums an die Gesellschaft. Enthält schwache Funktionen des Unterbewusstseins.

Verletzbarkeitsfunktion
Funktion 4 im Modell A. Wird in der wissenschaftlicher Literatur auch als PGW - Punkt des geringsten Widerstandes bezeichnet.

VI - Visuelle Identifikation
Eine Methodik der Typendiagnostik, die auf einer Analyse der äußerlichen Merkmale wie Mimik, Gestik, Kleidung etc. basiert.

Vorsorglichkeit
Die Situation wird möglichst vorausgesehen, man versucht, sich maximal auf diese vorzubereiten.

Willenssensorik
Informationsart, beschreibt die sichtbare Statik der Objekte

Die Benutzung dieser Begriffe ist ausdrücklich frei. Die Gesamtliste darf ohne Rückfragen gerne kopiert und veröffentlicht werden, solange ein Link auf www.psychotypen.de hinzugefügt wird.

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